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Von 50+ und Hirschtalgcreme

Oh Gott, oh Gott, oh Gott!

Wenn Du zu den Menschen gehörst, die mich schon seit Tagen von nichts anderem sprechen hören, tut es mir leid. Aber ich habe die Idee, dass ich keinen Rückzieher mehr machen kann, wenn ich allen schon davon erzählt habe.

Ich gehe auf den Jakobsweg!

Ja! Ernsthaft. Und ja! Ganz alleine (abgesehen von den tausenden anderen Pilgerern (ist das der richtige Plural?)).

Wer mich kennt weiss, dass das Projekt "Von der Couch auf den Jakobsweg" heissen müsste. Aber ich hab noch ein bisschen Zeit.

Wenn mein Chef jetzt noch mitspielt, werde ich höchstwahrscheinlich direkt nach Ostern nach Porto fliegen, um von da der Küste entlang bis nach Santiago de Compostela zu pilgern.

 

Ich möchte Euch während der ganzen Vorbereitung und Planung mitnehmen! Nicht ganz uneigennützig, ehrlichgesagt. Ich brauche Eure Hilfe! Ich kann jeden Tipp und jeden Trick gebrauchen! So wie ich mich kenne, würde ich aktuell auf dem Jakobsweg nach ca. zwei Tagen einfach sterben!

 

Ich habe noch nichts an Ausrüstung und auch noch keinen festen Plan.

Die einzigen Anschaffungen, die ich schon gemacht habe sind aktuell der offizielle Pilgerpass, der Reiseführer von Raimund Joos und ein Reisenotizbuch, in das ich laufend alle Ideen, Tipps und Tricks eintrage, damit ich so gut wie möglich auf meine Reise vorbereitet bin.

 

In jeder freien Minute durchstöbere ich Internetseiten, Youtube Videos und andere Blogs auf der Suche nach den besten Tipps.

Dabei lese ich ziemlich verstörende Dinge. Beispielsweise Hirschtalgcreme. Soll anscheinend ein Wundermittel gegen Blasen an den Füssen sein. Will ich wissen, woraus die genau besteht? Ich denke nicht.

Etwas ähnlich verstörendes ist "Schlafsäle 50+". Das bedeutet nicht etwa, dass da nur Menschen schlafen dürfen, die älter sind als fünfzig. Nein, es gibt tatsächlich turnhallenähnliche Säle, in denen mehr als fünfzig Betten (unter Anderem Stockbetten) stehen.

Bei diesem Gedanken überleg ich mir nochmal, ob ich die Erleuchtung wirklich so dringend nötig habe.

 

Was auch irgendwie absurd ist, ist die Empfehlung, dass der Rucksack, den man mitnimmt nicht schwerer sein sollte als 10% vom eigenen Körpergewicht.  Das ist wohl das einzige Mal, wo ich mir wünschen würde, schwerer zu sein. Mein Rucksack darf nicht einmal 7kg wiegen! Jetzt stellt sich natürlich die Frage: bis April noch 10kg anfuttern, damit es dann knapp 8kg sein dürfen oder dann doch lieber meinen Körper daran gewöhnen, weite Strecken zu Fuss zu gehen und somit riskieren, dass mein Rucksack nur noch 6kg wiegen darf?!

 

Spass bei Seite. Ich bin wahnsinnig aufgeregt und kann es kaum erwarten, mit der richtigen Planung zu beginnen, sobald ich das Urlaubs-Okay von meinem Chef habe. (Drückt mir die Daumen!)

 

Bis dahin hoffe ich, noch einige Tipps bezüglich Ausrüstung zu bekommen! Rucksack, Schlafsack, etc.

Ist schon mal jemand mit Laufschuhen den Jakobsweg gegangen? Ich bekomme Blasen, wenn ich Wanderschuhe nur ansehe! In meinen Laufschuhen fühl ich mich wie auf Wolken. Oder würde ich den Weg nicht überleben ohne richtig festes Schuhwerk?

Mit oder ohne Wanderstöcke? Mit oder ohne Handy?? Mit oder ohne Zigaretten???


Fragen über Fragen! Ich freue mich auf den Austausch! Entweder hier in den Kommentaren, auf Facebook, Instagram oder per Mail.

Ich freue mich auch über Fragen von Euch an mich, die ich gerne beantworten werde, sobald ich Antworten habe.


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Kommentare: 2
  • #1

    Julia (Mittwoch, 17 Oktober 2018 12:38)

    Wie schön, die Vorbereitungen für diese Reise machen genauso viel Spaß wie die Reise selbst. Und beides geht leider viel zu schnell vorbei :-(

    Den großen Schlafsälen sind wir aus dem Weg gegangen und haben auf Campingplätzen, in Pensionen oder kleinen Hotels geschlafen, allerdings muss man dann natürlich mit mehr Ausgaben rechnen...

    Was das Gewicht des Rucksackes betrifft, habe ich natürlich leicht reden, immerhin wurde unser Gepäck von unseren Fahrrädern getragen... Trotzdem kann ich dir nur empfehlen möglichst wenig mitzunehmen. Obwohl wir Werkzeug und Ersatzteile für unsere Fahrräder und die Campingausrüstung dabei hatten, hatten wir weniger Gepäck als so mancher Fusspilger und haben beim Anblick von manchen wirklich mitgelitten! Vielleicht hast du vor der Reise die Gelegenheit zwei oder drei Tage mit vollem Rucksack irgendwohin zu marschieren und zu sehen was du während dieser Zeit WIRKLICH brauchst. Man glaubt vorher ja gar nicht mit wie wenig man wirklich auskommt! Und falls du unterwegs doch bemerkst, dass du irgendetwas ganz schmerzlich vermisst, kannst du es noch immer kaufen, dann hast auch gleich ein Souvenir aus der Gegend ;-)

    Wünsch dir eine richtig schöne Zeit!

  • #2

    Oli online (Freitag, 19 Oktober 2018 08:52)

    Hallo Julia

    Vielen Dank für Deinen Kommentar!
    Das werde ich auf jeden fall versuchen! Freut mich, dass Du mitliest und Dir sogar noch Zeit für gute Tipps nimmst!

    Liebe Grüsse!